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Thailand und Kambodscha 2011 - Intro |
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Nachdem ich im Januar 2011 einen Diavortrag eines Radreisenden gesehen hatte, stand mein nächstes Reiseziel schnell fest. Nach Thailand und Kambodscha sollte es im November für 3 Wochen gehen. Meine Geduld wurde aber auf die Probe gestellt. Denn ich habe den Flug aufgrund der Hochwasserkatastrophe um vier Wochen verschieben müssen.
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26.-27.11.2011, Flug nach Bangkok und der erste Tag in der Hitze |
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Die Anreise mit der Bahn und dem Bus zum Berliner Flughafen Tegel war bis auf einen übereifrigen jungen ICE-Zugbegleiter, der wegen meinem sperrigen Fahrradkarton eine zusätzliche Gepäckgebühr von 15 € haben wollte, problemlos. Die junge Fahrkartenkontrolleurin sah dann glücklicherwiese davon ab. Pünktlich 17.55 Uhr geht es in die Lüfte.
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28. - 29.11.2011, Hitzeschlacht |
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Gegen 2 Uhr wache ich schon wieder auf. Ich versuche weiterzuschlafen. Keine Chance! Mein Tagesrhythmus ist durch die Zeitverschiebung völlig durcheinander geraten. Mit dem Sonnenaufgang starte ich meine erste Etappe in Thailand. Der Verkehr auf der 4-spurigen Straße durch Lat-Krabang ist sehr dicht. Aber ich habe immer einen breiten Randstreifen fast für mich alleine.
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30.11.11, Kambodscha – eine faszinierende, andere Welt |
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Die letzten 35 km bis Aranyaprathet zur Grenze sind leicht ansteigend und mit Gegenwind. Wie erwartet kommt kurz vor der Grenze ein offiziell aussehend gekleideter Thai über die Straße auf mich zu und fragt ob ich ein Visum brauche und sagt noch, dass man es nur bei Ihm bekommt. Um diesen Betrüger abzuwimmeln sage ich erstmal nicht, dass ich über die Grenze will.
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01.12.11, eine nicht enden wollende, fast schnurgerade Straße |
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Beim Verlassen des Hotels reicht mir der freundliche, junge Portier eine kleine Tüte Gebäck. Echt nett! Nachdem ich mir auf dem menschenvollen und lauten Markt etwas Obst gekauft habe, verlasse ich die staubige Stadt. Jetzt habe ich 105 km auf dieser schnurgeraden, flachen, gut asphaltierten Straße vor mir.
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02.12.11, Besichtigung von Angkor |
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Um zu den außerhalb der Stadt gelegenen Tempeln zu gelangen, kann man hier ein Tuk-Tuk für 15USD den ganzen Tag mieten. Zuerst schaue ich mir den im 12. Jh erbauten, größten undberühmtesten Tempel, Angkor Wat, an. Hier herrscht jede Menge Trubel. Japaner und Chinesen aber auch viele Europäer sieht man hier.
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03.12.11, Bootsfahrt nach Battambang |
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Obwohl man mir im Guesthouse sagte, ich werde per Pickup zum 16 km entfernten Hafen gefahren, werde ich vor einem Reisebüro wieder abgesetzt. Als dann zwei kleine Busse, die nur einen schmalen Mittelgang besitzen, kommen, habe ich ungute Gedanken, dass es da Probleme geben wird.
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04.12.11, Markttag in Battambang |
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Am Morgen tauche ich in den Trubel rund um die Markthalle ein. Hier sieht man das wahre Kambodscha. Lautstark wird verhandelt und angepriesen. Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, fast alles, was man in Kambodscha isst. Man hat Mühe zwischen den Waren und den vielen Menschen durchzukommen.
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05.12.11, durch das ländliche Kambodscha |
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Nach 3 Tagen Pause freue ich mich wieder auf die Weiterfahrt. Nachdem ich die laute und verkehrsreiche Stadt hinter mir gelassen habe, beginnt wieder der schönere Teil der Reise durch Kambodscha. Auf der flachen Straße fahre ich durch kleine, idyllische, von vielen Palmen und Bananenstauden gesäumte Dörfer.
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06.12.11, Sawadee Thailand |
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Am frühen Morgen ist ein junger Mann am Eingang des Guesthouses, der leider kein Englisch spricht. Ich reiche ihm 20 Dollar. Da er aber nicht genug Dollar zum Wechseln hat, überreicht er mir ein Bündel von 61000 Riel. Nee, das ist jetzt nicht wahr! Was will ich mit Riel und dann noch so viel. Außerhalb Kambodschas ist das Geld wertlos, da es keine Bank annimmt.
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07.-08.12.2011, Wo ist der Wasserfall? |
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An der Rangerstation vorbei, laufe ich am frühen Morgen in Richtung des noch ausgeschilderten, 4 km entfernten Trok Nong Wasserfalls. Der anfangs breite Weg wird allmählich schmaler und ich muss mich hin und wieder bücken um durchzukommen. Ich hätte eine Machete mitnehmen sollen. Diese grüne Pflanzenvielfalt ist faszinierend.
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09.12.2011, Endlich ein Wasserfall! |
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Auf dem Sukhumvit-Highway, rolle ich bis zum Phlio-Nationalpark, wenige Kilometer vor Chantaburi. Nachdem ich die 200 Baht Eintritt gezahlt habe, wandere ich auf einem 1,5 km langen Nature-Trail durch den Dschungel, der hier aber etwas trockener ist, gegenüber dem Park vor einigen Tagen.
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10.-11.12.2011, durch tiefste thailändische Provinz |
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Dort, wo am Abend der Nachtmarkt herrschte, stehen auch am Morgen wieder Händler und verkaufen ihre Waren. Eigentlich ist in Thailand immer irgendwo ein Markt im Gange. Ich finde einen Stand, der kleine, in Fett gebackene Teigbällchen mit einer süßen Füllung, verkauft. Sehr lecker! Nachdem ich aus dem verzwickten Einbahnstraßensystem herausgefunden habe, fahre ich auf dem Sukhumvit Highway weiter.
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12.-13.12.2011, Berge können ganz schön bergig sein |
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Bei ständigem, böigen Wind, schräg von vorn, der sogar einmal meine Kappe in den Straßengraben beförderte, fahre ich über Prachinburi bis zum 70 km entfernten Khao Yai, den ältesten und mit 2200 km² drittgrößten Nationalpark Thailands. Das man schon für die einzige, durch den Nationalpark führende Straße 400 Baht (10 €) Eintritt zahlen soll, finde ich nicht schön.
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14.12.2011, von der Natur in den Moloch |
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Ein, mit einigen Orden dekorierter Offizier aus dem nahen, großen Militärkomplex sagt mir was von 150 km bis Bangkok. Laut Karte und GPS sollen es zwar etwas weniger sein, aber seit gestern weiß ich, dass ich dem Gerät nicht mehr trauen kann. Das Militär ist hier überall zu sehen. Selbst für den Schulbustransport sind Soldaten zuständig.
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15.-16.12.2011, Tempel, Tempel, Tempel, ... - Bangkok |
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Nach einer entspannenden Bein-Fuß-Massage gehe ich zum Wat Pho nahe dem Königspalast. Hier befindet sich ein vergoldeter, 46m langer und 15m hoher liegender Buddha. Wahnsinn! Auch die restliche, große Tempelanlage ist sehr sehenswert. Inmitten dieser lauten Stadt ist es innerhalb der Anlage richtig ruhig.
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17.12.2011, der letzte Tag in Bangkok |
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Heute muss ich zuerst zur Paya-Thai-Station, um den Fahrradtransport im Airport-Express-Train zu klären. Leider darf man mit den kostenlos angebotenen Leihrädern nicht außerhalb einer bestimmten Zone fahren. Der junge Mann meinte außerdem, die 5 km bis zur Paya-Thai-Station wären ohnehin zu weit zum Fahrradfahren. So so, zu weit.
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5:30 Uhr klingelt wiedermal das Handy. Fahrrad bepacken und los geht's. Die Straßen sind am frühen Morgen noch schön ruhig. Da ich die Strecke gestern erst gelaufen bin, brauche ich keine Orientierungshilfe mehr. Aber da die Straßen in den Hochhausschluchten doch alle irgendwie gleich aussehen, verpasse ich kurz vor der Station den Abzweig und fahre einmal um den Block.
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Thailand und Kambodscha 2011 - Fazit |
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Thailand ist dort, wo ich unterwegs war westlich geprägt und relativ sauber. Den Kulturschock hatte ich erst bei der Einreise nach Kambodscha in Poipet bekommen. Die Menschen haben gegenüber Thailand einen niedrigeren Lebensstandard, es war dreckiger, staubiger und besonders in Poipet lag hinter den einfachen Straßenverkaufsständen viel stinkender Müll.
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