| Triathlon Ingolstadt - 18.07.2011 |
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Die Zielsetzung: Ich weiß nicht mehr genau, wann ich auf die Idee kam, aber beschloss irgendwann im Winter/Frühjahr, mal ne Olympische Distanz im Triathlon zu absolvieren. Die Umsetzung: Ich musste erst mal Schwimmen lernen (Ausgangspunkt: keine Kenntnisse), trat daher in den SV07 Annaberg ein, radelte mich aufn Fahrrad fit, ersetzte das Busfahren hin-und wieder durch Laufen, um in den Ferien die Herausforderung anzugehen. Die Ferien warn schon recht verplant und ich suchte anfangs vergeblich nach nen guten Termin. 2 Wochen vor den Ferien weitete ich die Suche aus und fand den Ingolstädter Triathlon. Also noch schnell übers facebook nen Startplatz gesichert, ein Vermögen für die Nachmeldung ausgegeben und auf nach Ingolstadt! Ich wurde vom Elterntaxi hingefahrn, was echt super war! Am Samstag erfolgte der problemlose Rad-Check-In, bei dem mein Rad zwischen 1000 anderen versank; 670 Räder würden morgen zur Radstrecke der Olympischen Distanz aufbrechen! Ich visualisierte die Schwimmstrecke, sämtliche Laufwege im Wechselgarten, bereitete die Wechselsachen vor und redete mir Durchsicht und Überblick ein! Wettkampftag 17.7.: Tatsächlich ausgeschlafen tankte ich nochmal ordentlich Energie und Iso, um pünktlich 11:00 wettkampfbereit zur Einweisung einzutreffen. Schwimmen: Bald startete die erste 200-Mann-Gruppe ins Wasser. 11:45 zog ich in meinem Block hinterher. Ich gehörte zu der Hälfte ohne Neoprener und zum Zehntel ohne Erfahrung, aber versuchte mein Bestes. Das „Rudelschwimmen“ war ungewohnt: Ein riesen Gedrängel, wenn beim Atmen kein Wasser ins Gesicht gespritzt wurde, wurde man immerhin von Kraulbeinen und Armstößen der anderen Teilnehmer behindert. Das hat mich ordentlich aus der Fassung gebracht, sodass ich teils die Orientierung verlor und ins Brustschwimmen wechselte. Ich war leider noch zu unerfahren, um durchzukraulen, was vor allem Zeit kostete. Sonst verliefen die 1,5km aber ohne Probleme. Nach etwa ner halben Stunde gings zum Wechsel zu meiner Lieblingsdisziplin. Dass es mir schwindlig war, bestätigt wohl die peinliche Wechselzeit von über 4 min!!! Radfahren: Hier wollte ich aufholen, konnte auf den leicht bergigen 40km-Rundkurs tatsächlich fast 200 Plätze gutmachen. Die Straße war gut asphaltiert, breit genug für Überholmanöver zu jederzeit. Ich konnte meine Stärke ausfahren und nen 37km/h-Schnitt durchziehn. Damit bin ich voll zufrieden! Laufen: Nach der letzten Abfahrt aufn Rad artete es in reine Arbeit aus und machte einfach keinen Spaß mehr! Was soll´s, es warteten 10km flacher Lauf. Also rein in die Laufschuhe und den Körper auf die neue Belastung einstellen. Das Ziel: Position halten. Ich ging´s langsam an, konnte dadurch Seitenstechen ausschließen, steigerte mich im Tempo langsam, aber kämpfte ständig gegen Durst, Erschöpfung und Hitze. Ich nahm jede Versorgungstation mit, nahm Iso, um sich anbahnende Krämpfe zu vermeiden. Es zog sich ewig hin, aber ich hielt etwa die Position. 1 km vorm Ziel beschloss ich, das Tempo nochmal zu steigern, um eine Läufergruppe vor mir noch zu kassieren. Nahezu perfekt getimt konnte ich die 5 Läufer kurz vorm Ziel noch überholen. Die hatten mich tatsächlich motiviert, auch das letzte Energiequantum noch auf der Laufstrecke zu lassen! Im Ziel hielt ich den Chip noch gegen die Zeitmessung, um einfach zusammenzusacken. Man musste mich zur Seite ziehen, da ich kurz hinter der Ziellinie lag... Das Gefühl, die Beine garnicht mehr zu spüren, kannte ich bisher von keinem anderen Wettkampf und machte mir schon so meine Sorgen!! Aber nach etwa 10 min konnte ich wieder halbwegs laufen und half dabei, die Mineralwasservorräte zu eliminieren. Ich war glücklich, alles gegeben zu haben und finishte mit 2:29:05- Wechsel, -Schwimm, -und Laufzeit sind verbesserungswürdig, das Radfahren war aber schon mal ne gelungene Sache und das Ziel, unter 2 ½ Stunden zu bleiben hat ja geradeso hingehaun! Ein toller Wettkampf in fantastischer Atmosphäre! Für mich war klar: Triathlon wird mein Sport! [Sebastian Frei] Hier die Zeiten:
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Ein herzlliches Dankeschön an Jörg Thoma für die vielen tollen Bilder ...
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