| Tourbericht 004 - 19.04. bis 20.04.2011 |
| Freitag, den 22. April 2011 um 18:10 Uhr | |||||||||
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Dienstag früh „satteln“ wir nach den zwei Ruhetagen wieder die Räder. Es geht heute auf dem Europäischen Radwanderweg R1 weiter. In den vergangenen Tagen folgten wir ja schon immer einmal abschnittsweise dieser recht gut beschilderten Radroute Frankreich-Russland. Im Weichseltal radeln wir also nordwärts. Bald schon ist die Stadt Grudziadz erreicht. Auch hier wieder alte Burganlagen aus der Ordenszeit der Kreuzritter. Der Autoverkehr und die Radwege innerhalb der Stadt etwas nervig, sind wir später froh wieder kleine Straßen unter den Rädern zu haben. Biancas Steiß-Probleme haben sich nicht gebessert. Sie fährt vor mir und ich merke wie sie mit den Schmerzen kämpft. Der Tritt wird langsamer, immer wieder raus aus dem Sattel. Anhalten. Pausieren. Jetzt stoppt sie wieder. Eine Träne rollt ihr über die Wange. Unter der Sonnenbrille kommen weitere hervor. Wir nehmen uns die Arme und wissen es beide. Die Schmerzen sind zu groß. Auch die Ruhetage, kurze Etappen, sowie die Verstellung und zusätzliche Polsterungen des Sattels haben keinerlei Erfolg gebracht. Und ja…, schweren Herzens müssen wir so unsere Tour mit dem Rad nach gut 880 Kilometern leider beenden.
Aber nein, das kann es doch nicht gewesen sein mit unserem Traum von einem Sommer in Nordosteuropa und Skandinavien. Und auch wenn es jetzt vielleicht für einige zu alltäglich klingt. Wir werden mit dem Auto die Reise fortsetzen. Ja, es wird ein völlig anderes „Unterwegssein“ sein. Andere Blickwinkel und Begegnungen werden sich auftun. Doch die durch die schnellere Fortbewegung gewonnene Zeit wollen wir mit verschiedenen Kajak- und Trekkingtouren ausfüllen. Eben auf eine andere Art in die oft einsame Natur Nordeuropas eintauchen. Und vielleicht können wir mit kleinen Berichten davon weiter Euer Interesse an unserer Tour ansprechen.
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Ein herzlliches Dankeschön an Jörg Thoma für die vielen tollen Bilder ...
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